Morgens habe ich nicht so richtig Appettit.

Beim Frühstück genehmige ich mir bloß Müsli mit Schwarztee - und trinke dazu auch bloß Schwarztee, da ich keinen rechten Appettit habe. Ja - man kann es schon erahnen: kurz darauf eile ich zur nächsten Toilette und muss mich heftigst übergeben und gleichzeitig versucht mein Darm das gleiche.

„Dumm gelaufen“ kann man da bloß sagen! Irgendwie habe ich mir etwas eingefangen, was meinen Magen-Darm-Trakt nicht gut bekommen ist.

Ich gehe dann doch erst mal mit an den Strand, um meiner Frau nicht den Urlaub zu sehr zu stören. Leider zeigt sich gegen 13 Uhr, dass die Wege am Strand zur nächsten Toilette länger sind als mein Übelkeitsanfall Zeit bis zum Ausbruch (und Auswurf) braucht. Daraufhin hole ich bei den - mit Mittagessen beschäftigten - Strand-Helfern eine Schaufel und eine Zellophan-Tüte um den „kontaminierten“ Sand zu beseitigen. Abholen müssen diese Tüte die Strandhelfer.

Darauf hin verlege ich mein Krankenlager in unser Zimmer. Dort sind die Wege zur Toilette kürzer und die Klimaanlage sorgt für bekömmlichere Temperaturen für meinen geschwächten Körper. Ich versuche mich mit Kamille-Tee (das Service-Personal hat mir dazu ganz unkompliziert eine Thermoskanne überlassen) und manchmal einem Schluck Wasser aufrecht zu erhalten. Beides bleibt aber nur kurze Zeit im Körper bis es der dünnflüssige Durchfall wieder heraus befördert.

Ich bin so kaputt, dass ich keinerlei Lust auf Fernsehen habe. Da leider das WLAN auf unserem Zimmer nicht nutzbar ist (da zu schwach) dämmere ich so vor mich hin bis meine Frau vom Strand zurück kommt.

Am Abend holt meine Frau Salzstangen, damit ich mir so nach und nach wieder etwas festes zuführen kann und meinen Mineralien-Haushalt wieder etwas verbessern kann. So nach und nach scheint sich mein Körper wieder etwas zu stabilisieren und es bleiben ein paar der zu mir genommenen Dinge mehr im Körper.

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  • Zuletzt geändert: 2018/06/26 12:23
  • von Heiko Teichmeier